Zum Inhalt springen

Da war doch: Das Blogsterben

Dieser Artikel erscheint im Rahmen meiner kleinen Aktion1 “Da war doch”.

Am 1. September 2007 bloggte der Software Guide mit Neun über eine Blog-Parade “Show me your feed” und präsentierte 9 empfehlenswerte Blogs.

Das ist immerhin 7 Jahre her. Machen wir mal eine (absolut unrepräsentative) Probe aufs Exempel und schauen wir nach, was es mit dem Blogsterben auf sich hat. Von diese 9 Blogs

  • sind 2 nicht mehr erreichbar
  • haben 2 zuletzt (bzw. mit einem einzigen Artikel 2014) im Jahr 2013 etwas veröffentlicht; einer der beiden Blogger ist recht aktiv mit blogähnlichen Meldungen auf seiner Facebookseite, der andere auf Google+
  • bloggen 5 ganz aktuell (meiner einer ist auch dabei :)

Das ist durchaus beindruckend (wenn eben auch nur eine willkürliche Auswahl). Vielleicht will ja jemand noch alte Blog-Paraden (ev. die eigene) durchschauen, wieviele Blogs da noch aktiv sind.

1 In meinem Feedreader liegen bzw. lagen mit August 2014 noch rund 2.000 markierte Beiträge, die mir irgendwann einmal wichtig waren. Mit “Da war doch” gehe ich die Artikel durch und klicke mich weiter um zu schauen, was denn aus so mancher Ankündigung, Hinweis oder Vermutung geworden ist. Wer mitmachen will, einfach #dawardoch als Hashtag verwenden.

Ich bin ein Internetzweckoptimist

Plakat mit Aufschrift Als Posterous als Alternative zu Wordpress und Co. im Jahr 2009 erschien, war ich Feuer und Flamme und nutzte diesen Bloggingdienst (eigentlich war es ja mehr) gerne. 2013 sperrte er zu und ich musste Ade sagen.

Im September 2012 habe ich app.net einen Vertrauensvorschuss gegeben.

Ich bin noch immer als @roblen auf alpha.app.net zu finden. Leider nicht sehr aktiv. Einer Anregung folgend postet IFTTT alle meine Twitter Artikel auch nach app.net rüber.

Klingt nicht sehr sinnig?

"Ich bin ein Internetzweckoptimist" vollständig lesen

Hallo Twitter, ich überweise dir mein Geld gerne auch direkt

Ja, der Titel ist ernst gemeint.

Heute ging durch Kleinbloggersdorf ein kleiner Aufschrei. Twitter hat seine Beschreibung Was ist eine Twitter Timeline anscheinend geändert. Dort findet sich:

Es können auch Inhalte von Accounts angezeigt werden, denen Du nicht folgst, wie etwa gesponserte Tweets, Retweets von Accounts, denen Du folgst, oder für Dich relevante Inhalte.

Ich kann ja verstehen, dass Twitter Geld braucht um Mitarbeiter/innen zu zahlen, die Server zu erhalten etc. – die Firma eben ein kommerzielles Unternehmen ist.

Jetzt frage ich mich, ob sich der Versuch auszahlen (fast ein Wortspiel) würde, wenn Twitter einen (zu bezahlenden) Pro Account anbietet. Bei diesem findet sich keine Werbung, keine relevanten Inhalte – sondern ganz allein die Tweets, die meine “Verfolten” so absetzen oder retweeten. Fein wäre dann natürlich noch eine offenere API, damit der Client meines Vertrauens ein wenig mehr mit Twitter anfangen kann.

Ist das für Twitter keine Option? Meint man, dass das zu wenig Geld einbringt?

Nun, mein Angebot steht …

Da war doch: einmal der Google Reader

Dieser Artikel erscheint im Rahmen meiner kleinen Aktion1 “Da war doch”.

Vor über einem Jahr wurde der Google Reader eingestellt. Wie haben wir gejammert und uns aufgeregt. Und heute?

Ich muss sagen (bzw. hier schreiben), dass mir Googles Dienst nicht mehr abgeht. Mit Feedly hat sich ein würdiger Nachfolger etabliert, der sich auch regelmäßig weiterentwickelt (Siehe z.B. Feedly sichert jetzt in Dropbox (Beta)). Für mehr Features muss man in eine Pro Version investieren. Aber wer mehr als zehn, zwanzig Feeds lesen möchte, dem mag das durchaus etwas wert sein. Ergänzung: Aber natürlich sind ohne diese speziellen Features unbeschränkt Feeds verwaltbar.

Aber Googles Entscheidung hat auch zu mehr Vielfalt geführt. Newsblur ist nur einer der Beispiele. Wer mag kann auch selbst einen RSS Reader hosten (z.B. Tiny Tiny).

Was mich besonders freute war, dass meine Lieblings-App zur Verwaltung von Google Reader (Reeder) ein Update erhalten hat und nun Feedly und etliche andere Dienste unterstützt.

Mehr als ein Jahr danach sieht man, dass Googles Entscheidung durchaus zu etwas mehr Vielfalt und Dynamik in der Feedreader Szene gesorgt hat. Was bleibt ist die Frage, wie man dem/der “durchschnittlichen” InternetnutzerIn erklärt, wozu RSS gut ist. Und schlußendlich wäre es fein, wenn mehr Seiten RSS unterstützen und nicht – wie Twitter – den Feed ganz verstecken.

1 In meinem Feedreader liegen bzw. lagen mit August 2014 noch rund 2.000 markierte Beiträge, die mir irgendwann einmal wichtig waren. Mit “Da war doch” gehe ich die Artikel durch und klicke mich weiter um zu schauen, was denn aus so mancher Ankündigung, Hinweis oder Vermutung geworden ist. Wer mitmachen will, einfach #dawardoch als Hashtag verwenden.

tweetbackcheck