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Meine Barcamps - eine 10jährige Geschichte

Eigentlich stimmt das nicht ganz. Beim ersten Barcamp im deutschsprachigen Raum (es fand im September 2006 in Wien statt), war ich nicht dabei.

Aber schon das nächste Barcamp in Kärnten im Februar 2007 wurde von mir besucht. Und ich wusste nach dem ersten Tag, warum Barcamps anders sind und warum ich Barcamps wirklich schätze.

In nächste Zeit werde ich meine alten Blogartikel durchforsten um ein wenig in der Geschichte der Barcamps bzw. meiner Barcamp Besuche zu blättern.

Für diesen Artikel schaue ich mir nur mal an, auf welchen Barcamps ich in den letzten 10 (nunja, 9) Jahren so war – mit ein paar Erinnerungsschmankerln.

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10 Jahre Barcamp

In einer Twitterkonversation zwischen @jakobi_claudia, @kigo, @helge, @waltzingmeurers und @rene_kaiser haben wir uns über die Geschichte der Barcamp Idee und über die Website www.barcamp.at unterhalten.

Und wir kamen drauf, das im September 2016 die Unkonferenz ihr 10jähriges Jubiläum feiert. Am 30. September 2006 gab es das erste Barcamp (Barcamp Vienna) in Österreich und somit auch das erste im deutschsprachigen Raum. Die Seite www.barcamp.at existierte mit 20. Juli 2016 (Danke an Helge).

So ein Jubiläum muss ich natürlich noch mehr zum Anlass nehmen auch die Historie der Barcamps in Österreich ein wenig aufzuarbeiten.

Daher folgen in Kürze zumindest drei Artikel:

Auf alle Fälle gilt: Auf die nächsten 10 Jahre barcampen.


Barcamp Logo mit Wegweiser-Pfeil der wieder zum Ausgangspunkt verweistSeit nunmehr 10 Jahren werden Barcamps im deutschsprachigen Raum organisiert. Zum Anlass des Beginns der Barcamp-Idee im Jahr 2006 gibt es auf “Nur ein Blog” eine kleine, lose Artikelreihe, die sich mit Vergangenheit und Zukunft der Barcamps auseinandersetzt.

Ein Bild sagt nicht immer mehr als tausend Worte

Ihr kennt das Foto vielleicht. Jugendliche sitzen vor einem berühmten Gemälde und schauen alle nur in ihr Smartphone. Typisch, das Internet zerstört alles, die jungen Menschen von heute,… all das haben wohl Menschen auf Twitter, Facebook etc. dazu kommentiert.

Seltsam schon mal, dass Menschen sich immer wieder in sozialen Netzwerken regelmäßig darüber aufregen, dass soziale Netzwerke nicht der richtige Ort … irgendwie ein Widerspruch, oder? Aber, hey, die Menschen, die so etwas posten sind natürlich nur 5 Minuten am Tag im Netz und finden dann genau das eine Foto und posten genau nur diesen einen Kommentar ;)

Nun, “Mimikama“http://www.mimikama.at – nebenbei die Nr. 1 in der Österreichischen Top Blog Liste – hat nun über das Problem mit dem ersten Eindruck geschrieben. Es gibt ein weiteres Foto, bei dem die jungen Menschen gespannt auf das Gemälde schauen und anscheinend einer Erklärung folgen. Danach hätten sie die Museums-App ausprobiert, bei der eben das erstgenannte Foto entstand.

Ich habe das nicht nachrecherchiert bzw. bin jetzt weiteren Links gefolgt. Wie auch immer. Ein Bild vermittelt uns oft ganze Geschichten. Aber diese Geschichten entstehen im Kopf jedes einzelnen. Du siehst ein Lächeln auf einem Foto – für die einen sind die Augen dabei traurig, für die anderen das Lächeln schmerzverzerrt. Du siehst eine Faust und hast deine eigene Assoziation. Du siehst und du siehst dabei viel mehr als auf dem Foto zu sehen ist.
Und andererseits siehst du eben nicht, was rund um das Foto geschieht, was vorher und nachher geschehen ist.

Manchmal braucht es auch der Worte, der Erklärung um ein Foto in den richtigen Zusammenhang zu bringen. Das wissen wir – zumindest viele von uns – aber wir vergessen es bei dem einen Foto immer wieder.

Vergessen, wenn es gerade in mein Weltbild passt, wenn es das bestätigt, was ich mir eh schon gedacht habe.

Für Sehbehinderte Menschen muss eine Website für jedes Bild einen “Alternativtext” bieten. Der Begriff ist ein wenig zweideutig – es geht um die Alternative zum Bild, um eine Beschreibung dessen was man sieht. Wir bräuchten für uns Sehende oft viel mehr Alternativtexte …

weiß

ich sah ein bild
nur weiße fläche
dachte mir nichts dabei
und ward bald ganz versunken.
sank tiefer in ein bild
das nichts war
und doch so hell
so lebend.
vor dem bild war auf dem boden
ein schwarzer strich gezogen
war halt
war ein verbot
war grenze und doch bald verschwunden.
das weiß
es wurde bunt
ließ farben in meinen augen tanzen
ließ bilder entstehen
tief in mir.
und weil im bild nichts war
konnte hier
bei mir
viel mehr erblühen.
das bild war wie ein spiegel
in den meine seele ein bild vom mir malte.
so ging ich hinein und kam wieder heraus
und war froh mich gesehen zu haben.

Dieser Text entstand vor über 20 Jahren im Solomon R. Guggenheim Museum, New York


Dieser Artikel erscheint im Rahmen des Projekt *.txt zum Wort weiß.

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