Barcamp Vöcklabruck - oder warum Barcamp noch nicht open bedeutet
Am 1. April 2012 findet im OTELO Vöcklabruck das zweite Open Barcamp Salzkammergut statt.
Plätze sind noch frei.
Das OTELO wollte ich mir gerne mal ansehen, da es ein Offenes Technologielabor, ein Ansatz, der sich europaweit in dieser oder jener Ausformung schon an einige Plätzen findet. Leider geht es sich bei mir zeitlich nicht aus.
Was einigen TwitterantInnen aufstieß war, dass sich das ganze “Open Barcamp” nennt. Barcamp sei doch schon ein offenes Format. Warum dann die Verdoppelung? Nun, ich habe doch gleich mal Richard Schachinger, einen der Organisatoren gefragt .. und eine Antwort erhalten…
Richard schrieb mir:
freilich ist ein barcamp per se offen. warum wir uns dennoch vor einem jahr für das “open” im namen entschieden haben, kann vielleicht vor folgenden hintergründen etwas erhellt werden: das “open” bezieht sich in erster linie auf den content und ist als signal zu verstehen. unserer beobachtung nach – und das hat selbstverständlich mit der barcampgeschichte zu tun – prägen regionsbezogene, nicht spezielle barcamps tendenziell einen überproportional großen web/it schwerpunkt aus. auch wenn dieser schwerpunkt im organisationsteam auf interesse stößt, so wollten wir von beginn an die themenpalette erweitern.
Für manch BarcamperIn mag auch dies noch nicht passen. Denn Barcamps sind ja prinzipiell sehr offen – ich erinnere mich noch an einen “Diavortrag” über eine Schlauchbootfahrt auf der Donau (kam gut an) auf einem Barcamp.
Aber der etwas breiteren Masse ist das wohl nicht klar. Ja, nicht einmal Barcamp ist vielen schon ein Begriff.
Ich lerne auch immer wieder Menschen kennen, die mich fragen, ob ihr Knowhow, ihre Idee überhaupt auf ein Barcamp passt.
Nun, vielleicht muss man jedem einzelnen mal erklären, wie Barcamp funktioniert. Aber all die, mit denen man keine Zweiwegkommunikation (zumindest nicht adhoc) schafft, für die ist vielleicht eine Betonung, dass Barcamps auch wirklich etwas mit “open” zu tun haben nicht so schlecht.
Richard schreibt noch weiter:
1. sind wir davon ausgegangen, dass sich im rurbanen kontext wie vöcklabruck nicht so leicht eine kritische masse an web-geeks finden/aufbauen lässt und 2. wollten wir speziell vorhandene aktivist_innen und themenfelder aus dem sozial, kultur und ökobereich zu diesem partizipativen veranstaltungsformat einladen. in diesem zusammenhang ist die verflechtung zum otelo hervorzuheben (es trägt das “offen” im namen), welches rahmen und raum für all diese themen/betätigungsfelder ermöglicht und wo das #bcskg auch wieder über die bühnen gehen wird. letztendlich war’s eine frage, ob wir “offen” oder “open” in den namen aufnehmen. da wir mit der open-movement (source, data und co) sympathisieren, haben wir uns für letzteres entschieden.
Schlussbemerkung. So “offen” sind Barcamps für manche noch immer nicht, nachzulesen sind Beispiele dazu bei
- Barcamps und Familienfreundlichkeit
- Sag mir die wo die Frauen sind
- Nähe und Distanz auf einem Barcamp
Daher. Ich habe kein Problem mit einem Open Barcamp.
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