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S9y User open sourcen das Serendipity Handbuch

Im Jahr 2008 hat Garvin Hicking – einer der Hauptentwickler meiner Lieblings-Blog-Engine – das Buch Serendipity: Individuelle Weblogs für Einsteiger und Profis veröffentlicht. Dieses ist mit seinen über 700 Seiten das Standard- und Nachschlagewerk für alle, die S9y etwas intensiver nutzen oder sich an seiner Weiterentwicklung beteiligen wollen.

Diese Entwicklung bleibt nicht stehen und so gab und gibt es immer wieder Neuentwicklungen, die sich darin nicht finden. Aber auch nach 3 Jahren ist das Buch noch immer eine wichtige und wunderbare Quelle an Informationen.
Immer wieder gab es die Idee, ob man den Inhalt nicht online zur Verfügung stellen könne.

Dirk Deimeke hat nun den Verlag angeschrieben und eine sehr positive Rückantwort erhalten.

Die Bücher die beim Verlag lagern (rund 800 Exemplare) könnte die Community um rund 1 Euro pro Exemplar erstehen. Danach würde Garvin das Recht erhalten seinen Text online zur freien Verfügung zu stellen. Das ist ein Angebot, dass ein Verlag einem nicht alle Tage macht. Open source Press ist daher schon jetzt ein herzliches Danke zu sagen.

Nun bedarf es zumindest dreier Schritte, wobei Schritt 1 schon fast geschafft ist.

Schritt 1: Die Community kauft

Zum Nachlesen vorab die drei Artikel von Dirk in seinem Blog:

Dem Aufruf von Dirk doch einen Beitrag für den Ankauf der Restexemplare zu leisten sind einige gefolgt, wie man den Kommentaren in seinem Blog entnehmen kann. Wer etwas “spenden” möchte, der setzt sich mit Dirk in Verbindung und wird dann eine Kontonummer etc. erhalten.
Ich bin wirklich beeindruckt, wer sich aller dabei beteiligt. Dabei ist es ganz unabhängig, ob jemand 5 oder 50 Euro mit zahlt. Jeder Betrag war und ist willkommen und die Summe aller Spenden macht es aus.

Ich denke diese Bereitschaft ist ein schönes Zeichen, dass bei einer Software wie S9y viele etwas zu seiner Entwicklung beitragen können (Siehe mein Artikel Wie ich Serendipity unterstützen kann).

Der erforderlich Betrag ist fast beisammen. Aber für den Schritt 2 wird noch Geld benötigt.

Schritt 2: Versand zu den HUBs

HUBs sind ((c) Dirk) Hauptumschlagsbasen. Denn wir wollen natürlich nicht, dass die Bücher einfach in der Mülltonne landen, nur damit wir zu einer Onlineversion kommen. Daher schaffen einige von uns Raum um eine Palette mit Büchern zu lagern. Natürlich ist der Weiterverkauf seitens der HUBs ausgeschlossen. Diese Bücher sollen bei Barcamps, Webmontagen und sonstigen Aktionen kostenlos an Interessierte abgegeben werden.
Im Moment haben wir zwei HUBs in Deutschland und jeweils einen in der Schweiz und Österreich. Weitere Lagerplätze werden noch gesucht.
Aber die Bücher müssen vom Verlag zu den HUBs kommen. Auch das kostet Geld – wieviel genau werden wir erst sehen. Daher sammelt Dirk weiter Spendenzusagen.

Schritt 3 wendet sich vom Print ab und dem Digitalen zu.

Schritt 3: Das Online Handbuch

Das fragmentarische Quer-durch-das-Web Serendipity/S9y Online Handbuch ist mein kleiner Versuch aktuelle Texte und Artikel rund um S9y im Web zu sammeln und zu strukturieren.
Nunmehr soll das gesamte Handbuch von Garvin in elektronischer Form zur Verfügung stehen und weiter entwickelt werden. Dazu soll der Text und die Grafiken nach Github. Dort lagert schon der Code von Serendipity und wird fleissig bearbeitet.

Konsequenz für mich ist, dass ich mich ernsthaft mit Github beschäftigen muss. Denn das fragmentarische … Handbuch soll dann Geschichte werden. Es hätte viel mehr Reiz den Texten von Garvin die jeweils passenden Querverweise zu Blogs einzuverleiben.

Es ist zu hoffen – beim S9y Wiki hat es die Community nicht ganz so geschafft – dass damit die Dokumentation immer wieder aktualisiert und erweitert wird. Denn das ist das um und auf um weitere EntwicklerInnen, professionelle BlogbetreiberInnen … für S9y zu interessieren.

Aus Github heraus kann man angeblich einfach PDFs erstellen. Das ist fein. Mir schwebt aber immer noch ein Online-Handbuch vor, dass jedeR auch (ohne viel Vorkenntnisse) online nachlesen kann. Eine wikiähnliche Oberfläche mit seinen Querverlinkungen wäre – allein von der Bedienung das Frontend – da eher mein Ansatz.

Andererseits bedarf es auch eines einfachen Backends um mehr Menschen zu animieren bei der Dokumentation mitzuarbeiten. Ob Github das bietet muss es mir erst beweisen. Vielleicht kennt ja jemand von meinen Blogleser/innen ein System (ev. sogar etwas zum selbst hosten), dass das gemeinsame bearbeiten von Büchern bzw. Dokumentationen erlaubt. Ein Wiki wird es aber wohl nicht sein, da es auch um das formatierte extrahieren der Texte nach PDF, Latex und Co. geht.

Nochmaliger Aufruf

Aber zuerst einmal müssen wir uns um die Printexemplare kümmern. Wer also immer S9y einsetzt, das S9y Forum nutzt,… und ein wenig Unterstützung zurück geben möchte – der/die überlege doch ein paar Euro für das wohl bisher wichtigste Dokumentationsprojekt für S9y zu spenden. Wer sich als HUB anbieten möchte ist ebenfalls willkommen.

Und wer dazu Fragen hat – bitte entweder gleich an Dirk oder an mich.

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Nur ein Blog : 348 Kg Serendipity - Die Bücher sind da

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Über S9y User open sourcen das Serendipity Handbuch habe ich schon berichtet. Wir – die S9y Community – haben es wirklich geschafft. Mit den Spenden vieler kam genug zusammen, dass wir einige hundert Ausgaben des 700 Seiten starken Standardwe

Nur ein Blog : S9y Handbuch erweitern...

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Über die Aktion S9y User open sourcen das Serendipity Handbuch habe ich schon vor einiger Zeit geschrieben. Nunmehr – siehe S9y Blog – findet sich das gesamte Handbuch in Github. Wie das ganz Buch weiter bearbeitet wird und in welcher Form

Kommentare

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Matthias Mees :

Matthias MeesMan kann recht leicht aus LaTeX als Ausgangsformat unterschiedlich Ausgabeformate (PDF, HTML etc.) erzeugen, das hat mit git/GitHub nicht viel zu tun. GitHub dient nur als Lager für die Quelldateien. :)

Robert Lender :

Robert LenderFein :)

Eine Möglichkeit die Texte in der jeweiligen Letztversion dem Endverbraucher online zugänglich ist das aber nicht, oder? Quasi ein Frontend, dass sich jede Stunde den aktuellsten Text holt.

Matthias Mees :

Matthias MeesJe nachdem, wie man das konkret aufzieht, kann man auch aus einem GitHub-Repository direkt auf einen Webserver „deployen“, also z.B. jeweils um 2:00 Uhr morgens den aktuellen Stand per ssh auf einen Webserver werfen lassen.

Aber warte doch erstmal ab, wie wir das konkret aufziehen … ;-)

Robert Lender :

Robert LenderNochmals ein fein :)

Ich warte eh :)

Wollte einfach nur anmerken, dass es für Otto und Ottilie Normal-NutzerIn etwas simples braucht. Aber ich vertrau da schon der S9y Community,dass das was Gutes wird.

Matthias Mees :

Matthias MeesDas ist ja genau das Ziel dabei. Aber bei aller Liebe – Normalnutzer müssen die Doku nur abrufen können, nicht (unbedingt) bearbeiten können. Und zum abrufen wird man weder git noch LaTeX beherrschen müssen. :-)

moraww :

morawwIst aber auch nicht einfach für den Otto-Normal-User ein schönes Werk zu schreiben. Und wenn man es macht bringt es eh nix… :-)

Dirk Deimeke :

Dirk DeimekeDanke für Deinen Artikel Robert.

Wir werden sehen, was wir mit den Rechten machen. Sicherlich werden wir ein PDF-Dokument haben. Alles andere bedeutet Arbeit, die auch erst einmal geleistet werden muss.

Robert Lender :

Robert LenderGerne. Danke für deine Initiative, die den Stein ins rollen brachte.

Stimmt. Ich glaube auch nicht, dass sich jetzt alle auf das Dokument stürzen und hunderte Seiten umschreiben, aktualisieren, etc. Noch dazu soll es ja qualitätsvoll bleiben. Aber immerhin haben wir dann die Möglichkeit etwas zu ergänzen etc.

Apropos Lizenz. Das ist auch eine gute Frage unter welcher Lizenz das Werk dann stehen wird?

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